Kreditabsicherung: Wie du deine Baufinanzierung optimal absicherst

Ein eigenes Haus zu bauen oder zu kaufen, ist für viele Familien ein Lebenstraum. Die Finanzierung steht, der Kreditvertrag ist unterschrieben, doch was passiert, wenn plötzlich etwas Unvorhergesehenes eintritt? Leider befassen sich viele Bauherren bei der Finanzplanung zu wenig mit dem Thema Risikovorsorge. Man hofft, dass schon alles gutgehen wird, und möchte sich keine zusätzlichen Kosten aufbürden. Diese Sorglosigkeit kann schwerwiegende Folgen haben, denn der Wegfall des Einkommens eines Hauptverdieners trifft Familien mit Baukredit oft mit voller Wucht. In vielen Fällen ist dann die Rückzahlung des Darlehens nicht mehr möglich, und die Immobilie muss verkauft oder sogar zwangsversteigert werden. Selbst nach vielen Jahren fleißiger Tilgung steht im Ernstfall alles auf dem Spiel, dass mühsam aufgebaute Eigenheim ebenso wie die finanzielle Existenz der Familie.

Typische Risiken, die Bauherren oft unterschätzen:

  • Tod des Hauptverdieners: Verstirbt derjenige, der den Großteil der Kreditraten stemmt, fehlen der Familie schlagartig wichtige Einkommen. Die Hinterbliebenen erben neben dem Haus nämlich auch die Schulden des Verstorbenen. Können sie die Raten alleine nicht tragen, droht der Verlust des Eigenheims.
  • Dauerhafter Einkommensausfall: Schwerwiegende Krankheiten oder Unfälle können zu dauerhafter Berufsunfähigkeit führen. Auch unverschuldete Arbeitslosigkeit ist ein Risiko. Fällt ein Gehalt längerfristig weg, wird es schnell eng mit den Kreditraten.
  • Beschädigung oder Zerstörung der Immobilie: Feuer, Sturm, Leitungswasserschäden oder andere Elementarschäden können erhebliche Reparaturkosten verursachen. Ohne Wohngebäude- und Elementarversicherung ist das Haus selbst gefährdet.

Die zentrale Frage lautet also: Wie bleibt dein Eigenheim im Ernstfall finanziell gesichert? Im Folgenden erfährst du, warum eine Kreditabsicherung so wichtig ist und welche Absicherungsformen es gibt. So kannst du bewusst und individuell entscheiden, welche Versicherungen für dich und deine Familie sinnvoll sind, um euer Zuhause zu schützen.

 

Warum die Kreditabsicherung bei der Baufinanzierung so wichtig ist

Einen Kredit abzusichern bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für dich selbst und für deine Familie. Die Baufinanzierung läuft oft über Jahrzehnte mit hohen Summen. Niemand mag sich ausmalen, dass etwas passiert. Doch tritt ein Schicksalsschlag ein, stehen ohne Absicherung schnell Existenz und Eigenheim auf dem Spiel. Der plötzliche Wegfall des Hauptverdieners kann zur existenziellen Bedrohung werden, denn oft reicht ein Einkommen allein nicht aus, um die monatlichen Raten zu bedienen. Stirbt der Kreditnehmer, müssen die Hinterbliebenen die offenen Schulden tragen, sofern sie das Erbe nicht ausschlagen. Auch eine schwere Erkrankung oder Erwerbsunfähigkeit kann dazu führen, dass Raten nicht mehr gezahlt werden können. Die Folge: Das Zuhause, in das so viel Herzblut und Geld geflossen ist, gerät in Gefahr.

Eine passende Kreditabsicherung schützt vor genau diesen finanziellen Folgen. Sie stellt sicher, dass deine Familie das Haus behalten kann, selbst wenn du ausfällst. Für Familien mit Kindern und Alleinverdiener ist das besonders wichtig – schließlich möchte niemand seine Liebsten im Stich lassen. Die Bank verlangt bei großen Darlehenssummen zwar dingliche Sicherheiten (z.B. eine Grundschuld auf die Immobilie), aber die persönliche Absicherung bleibt deine eigene Verantwortung. Experten raten daher, Immobilienkredite ab etwa 25.000 Euro und mit langen Laufzeiten unbedingt zusätzlich abzusichern. Letztlich geht es darum, deine Familie vor Überschuldung und den Verlust des Eigenheims zu bewahren. Eine kluge Absicherung der Baufinanzierung gibt euch allen die nötige Planungssicherheit und ein gutes Gefühl, weil Ihr wisst: Egal was kommt – das Dach über dem Kopf bleibt erhalten.

 

Risikolebensversicherung – Schutz für den Hauptverdiener und die Familie

Die Risikolebensversicherung ist die wohl bekannteste und wichtigste Form der Kreditabsicherung beim Hausbau. Sie zahlt im Todesfall eine zuvor vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus, damit diese den ausstehenden Kredit tilgen können. So bleibt die Baufinanzierung gedeckt und deine Familie muss nicht aus dem geliebten Zuhause ausziehen, falls dir etwas zustößt. Im Grunde nimmst du mit dieser Versicherung deinem Partner und deinen Kindern die finanzielle Last von den Schultern, sollte das Schicksal zuschlagen.

Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung? du schließt sie unabhängig vom Kredit bei einem Versicherer ab und legst eine Laufzeit (idealerweise entsprechend der Kreditlaufzeit) sowie eine Versicherungssumme fest. Experten empfehlen, die Todesfallsumme mindestens so hoch zu wählen wie die Summe der offenen Kredite. Oft wird sogar geraten, noch einen Aufschlag einzuplanen, um die Familie darüber hinaus abzusichern – Stiftung Warentest empfiehlt das Drei- bis Fünffache des Jahresbruttoeinkommens als Versicherungssumme, damit neben dem Kredit auch Lebenshaltungskosten für einige Jahre gedeckt sind. Die Laufzeit der Risikolebensversicherung sollte unbedingt an der Tilgungsdauer des Immobiliendarlehens orientiert sein. Ist die Laufzeit zu kurz, endet der Versicherungsschutz, bevor der Kredit komplett abbezahlt ist – dann besteht wieder eine gefährliche Lücke. Eine ausreichend lange Laufzeit vermeidet dieses Problem.

Vorteile: Eine Risikolebensversicherung bietet einen gezielten Todesfallschutz zu vergleichsweise niedrigen Beiträgen – insbesondere für junge, gesunde Versicherungsnehmer. Sie konzentriert sich rein auf die Absicherung im Todesfall und ist daher wesentlich günstiger als z.B. eine kapitalbildende Lebensversicherung mit Sparanteil. Schon für wenige Euro im Monat lässt sich oft eine große Versicherungssumme absichern, die im Ernstfall das komplette Darlehen ablöst. Die Police ist zudem flexibel: Laufzeit und Summe kannst du individuell an deine Bedürfnisse anpassen. Manche Anbieter ermöglichen auch fallende Versicherungssummen, die sich dem sinkenden Kreditrest anpassen. Dadurch zahlst du anfangs höhere Beiträge und später weniger. Insgesamt gilt: Für Familien mit Baufinanzierung und Kindern ist eine Risikolebensversicherung nahezu ein Muss, damit im schlimmsten Fall wenigstens die finanziellen Sorgen aufgefangen sind.

Nachteile: Zu beachten ist, dass die Risiko-LV ausschließlich das Todesfallrisiko abdeckt. Das heißt, wenn du durch Unfall oder Krankheit zwar nicht stirbst, aber dauerhaft nicht mehr arbeiten kannst, leistet diese Versicherung nicht. Andere Risiken wie Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit müssen separat abgesichert werden. Weiterhin hängt die Beitragshöhe vom Gesundheitszustand ab: Menschen mit schweren Vorerkrankungen zahlen höhere Prämien oder erhalten unter Umständen keinen Vertrag. Vor Vertragsabschluss stehen Gesundheitsfragen – hier solltest du unbedingt ehrlich antworten, um deinen Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Alles in allem überwiegen jedoch die Vorteile deutlich: Die Risikolebensversicherung ist die beste Kreditabsicherung für den Todesfall, weil sie viel Leistung fürs Geld bietet. Sichere insbesondere den Hauptverdiener ab – doch vergiss nicht den Partner, falls auch dessen Einkommen zur Kreditbedienung eingeplant ist. Oft ist es sinnvoll, beide Elternteile jeweils mit einer Versicherung auszustatten, sodass in jedem Fall genug Geld für Haus und Familie vorhanden ist.

 

Berufsunfähigkeit absichern – BU und sinnvolle Alternativen

Neben dem Todesfallschutz gehört die Absicherung der Arbeitskraft zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen für Bauherren. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du aufgrund von Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr in deinem Beruf arbeiten kannst. Damit kannst du weiterhin deine Kreditraten bedienen und den Lebensunterhalt der Familie sichern, selbst wenn dein Einkommen wegfällt. Eine BU-Versicherung sichert also dein Einkommen ab – und damit indirekt auch deine Baufinanzierung. Experten bezeichnen die BU sogar als eine der wichtigsten privaten Versicherungen überhaupt, denn der Verlust der Arbeitsfähigkeit kann über die Jahre Millionen Euro Einkünfte kosten. Im Vergleich dazu ist der Totalschaden eines Autos ein Klacks. Gerade für Allein- und Hauptverdiener mit Kredit ist die BU elementar.

Vorteile einer BU: Sie schützt dich vor dem finanziellen Ruin bei Einkommensverlust. Die vereinbarte monatliche Rente hilft, laufende Kosten und Kreditraten weiterhin zu decken. Wichtig: Die BU zahlt unabhängig vom Kredit – sie greift auch, wenn du gar keine Baufinanzierung hättest, und bietet so einen umfassenden langfristigen Schutz deiner Arbeitskraft. Die Höhe der BU-Rente und die Laufzeit des Vertrags kannst du individuell festlegen, passend zu deinem Bedarf (z.B. bis Rentenalter). Hast du eine BU, brauchst du in der Regel keine separate Kredit-Arbeitsunfähigkeitsversicherung, da die BU bereits die nötigen Mittel liefert, um deinen Kredit im Ernstfall weiterzuzahlen.

Nachteile einer BU: Qualität hat ihren Preis – die Beiträge einer BU können hoch sein, besonders in risikoreichen Berufen (z.B. Handwerker, Dachdecker) oder bei gesundheitlichen Vorbelastungen. Junge, gesunde Büroangestellte zahlen deutlich weniger als jemand mit körperlicher Arbeit oder Vorerkrankungen. Außerdem sind die Leistungsbedingungen sehr anspruchsvoll: Man muss ärztlich nachweisen, dass man seinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann. Die Prüfung kann im Ernstfall komplex und langwierig sein. Psychische Erkrankungen als Ursache der Berufsunfähigkeit nehmen zu, sind aber teils schwer nachzuweisen. Und wichtig: Die BU deckt nur Berufsunfähigkeit ab – keine Arbeitslosigkeit und keinen Todesfall. Für diese Risiken brauchst du andere Lösungen (Arbeitslosenversicherung bzw. Risikoleben).

Alternativen zur BU: Nicht jeder bekommt oder bezahlt eine BU-Police. Falls du aufgrund von Vorerkrankungen oder gefährlichem Job nur schwer eine BU abschließen kannst, gibt es zwei Alternativen, die oft genannt werden: die Grundfähigkeitsversicherung und die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Beide sind jedoch Ersatzlösungen, die nicht das volle Schutzniveau einer BU erreichen.

  • Grundfähigkeitsversicherung: Diese Versicherung zahlt dir eine Rente, wenn du bestimmte grundlegende körperliche oder geistige Fähigkeiten verlierst – zum Beispiel Sehen, Sprechen, Gehen, Gebrauch einer Hand etc.. Ob du noch in deinem Beruf arbeiten kannst, spielt dabei keine Rolle, anders als bei der BU. Entscheidend ist allein, dass eine im Vertrag definierte Fähigkeit dauerhaft verloren geht. Einige Tarife sichern auch psychische Fähigkeiten (z.B. geistige Leistungsfähigkeit) ab. Vorteil: Die Annahmekriterien sind oft großzügiger als bei der BU, da die Versicherung erst in sehr klar definierten Fällen zahlt. Für Menschen mit Vorerkrankungen oder risikoreichen Berufen kann die Grundfähigkeitsversicherung daher günstiger und realistischer zu bekommen sein. Nachteil: Der Schutz ist lückenhafter. Man kann durchaus berufsunfähig sein, ohne dass eine der versicherten Fähigkeiten „offiziell“ völlig verloren ist – dann zahlt diese Police nicht. Die Hürden für die Leistung sind oft hoch (man muss z.B. völlig außerstande sein, 5 Minuten aufrecht zu stehen etc.). Verbraucherschützer betonen: Eine Grundfähigkeitsversicherung ersetzt keine BU. Sie kann aber im Einzelfall besser sein als gar kein Schutz.
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU): Diese zahlt eine Rente erst dann, wenn du überhaupt nicht mehr arbeiten kannst – in keinem Beruf (Erwerbsunfähigkeit im Sinne der Bedingungen). Die Kriterien sind viel strenger als bei der BU, die ja schon leistet, wenn du deinen aktuellen Beruf zu 50 % nicht mehr ausüben kannst. Eine EU-Versicherung greift also nur bei sehr schwerer dauerhafter Invalidität. Vorteil: Die Beiträge sind in der Regel niedriger als bei einer BU, und der Abschluss kann leichter sein. Für Schüler, Auszubildende, Studenten oder Hausfrauen/-männer oder Personen in bestimmten Risikoberufen kann eine EU-Versicherung als Übergangslösung sinnvoll sein. Oft werden EU-Policen als Zusatzbaustein zu einer Risikolebensversicherung angeboten. Nachteil: Der Schutz ist deutlich eingeschränkter („leistet weniger als eine BU“). Wenn du z.B. aus gesundheitlichen Gründen deinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kannst, aber theoretisch noch irgendeinen Job 3 Stunden täglich machen könntest, bekommst du keine EU-Rente. Die Verbraucherzentrale meint klar: Besser ist stets die Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit. Greife also nur zur EU-Versicherung, wenn eine BU absolut nicht machbar ist.

Zusammengefasst: Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet den umfassendsten Schutz und sollte, wenn irgendwie möglich, abgeschlossen werden – gerade von Familien mit Baufinanzierung. Falls das nicht gelingt, kann eine Grundfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung als zweite Wahl dienen, um zumindest einen Basisschutz zu haben. Wichtig ist, irgendwie das Risiko eines nachhaltigen Einkommensverlustes abzudecken – denn auch der beste Lebensversicherungs-Schutz nützt wenig, wenn man zwar lebt, aber wegen Krankheit kein Geld mehr verdient. Im Zweifel lass dich von einem unabhängigen Versicherungsberater beraten, welche Option für dich passend ist.

 

Restschuldversicherung – Leistungen, Kritikpunkte und wann sie sinnvoll ist

Eine Restschuldversicherung (oft auch Restkredit- oder Ratenschutzversicherung genannt) wird von Banken gerne als Rundum-sorglos-Paket für Kredite angepriesen. Sie soll deine monatlichen Kreditraten absichern, falls du diese aufgrund Todesfall, Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr zahlen kannst. Im Versicherungsfall übernimmt die Versicherung entweder die ausstehende Kreditsumme (im Todesfall) oder sie springt vorübergehend für die Raten ein (bei Arbeitslosigkeit/Krankheit). Das klingt zunächst praktisch – schließlich deckt eine gute Restschuldversicherung alle drei Haupt-Risiken ab, die einen Kredit gefährden können. Gerade bei einer Baufinanzierung mit langer Laufzeit erscheint der Gedanke reizvoll, für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Leistungen: Die Restschuldversicherung ist zweckgebunden an den konkreten Kredit. Sie läuft parallel zur Baufinanzierung und die Versicherungssumme entspricht dem offenen Kreditbetrag. Typischerweise beinhaltet sie drei Module: eine Todesfallversicherung (ähnlich Risikoleben), eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung (bei längerer Krankheit/Invalidität) und oft eine Arbeitslosenversicherung (bei unverschuldeter Kündigung). Je nach Vertrag können alle oder nur einzelne dieser Risiken versichert sein. Im Ernstfall zahlt der Versicherer entweder den restlichen Kredit auf einen Schlag an die Bank zurück (bei Tod) oder er übernimmt die laufenden Raten für eine bestimmte Zeit, z.B. maximal 12 Monate bei Arbeitslosigkeit. Damit soll verhindert werden, dass du durch Pech in Zahlungsschwierigkeiten kommst und dein Zuhause verlierst. Klingt gut, oder?

Kritikpunkte: Trotz dieses vermeintlich umfassenden Schutzes stehen Restschuldversicherungen heftig in der Kritik von Verbraucherschützern. Der größte Kritikpunkt ist der Preis. Restschuldpolicen sind meistens sehr teuer und lohnen sich selten. du kannst damit rechnen, dass diese Art der Absicherung rund 10 % der Kreditsumme an Prämie kostet – ein enormer Aufschlag. Bei 200.000 € Darlehen wären das z.B. ca. 20.000 € zusätzliche Kosten (plus Zinsen, da die Prämie oft in den Kredit eingerechnet und mitfinanziert wird). Zum Vergleich: Eine separate Risikolebensversicherung für 200.000 € über 20-30 Jahre bekommst du als gesunder Familienvater evtl. schon für wenige Hundert Euro pro Jahr. Die Restschuldversicherung ist also um ein Vielfaches teurer als Einzelversicherungen. Warum? Ein Grund sind hohe Abschlussprovisionen für die Kreditvermittler, die in den Prämien stecken. Zudem zahlen viele Kunden “Doppelversicherungen”, die sie gar nicht bräuchten (z.B. haben sie bereits eine BU, kaufen aber trotzdem das Gesamtpaket der Bank mit).

Der zweite Schwachpunkt: Intransparenz und Leistungslücken. Anders als standardisierte Produkte (wie die Risiko-LV) sind Restschuldversicherungen von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich. Die Bedingungen enthalten oft zahlreiche Ausschlüsse, Wartezeiten und Klauseln, wann genau geleistet wird. Zum Beispiel ist häufig Arbeitslosigkeit nur versichert, wenn sie unverschuldet eintritt – eine Eigenkündigung ist ausgeschlossen. Oder es gibt Karenzzeiten: In den ersten Monaten nach Abschluss besteht noch kein voller Schutz. Viele Kunden überfliegen diese komplizierten Bedingungen und sind im Ernstfall enttäuscht, wenn die Versicherung doch nicht zahlt. Verbraucherschützer monieren, dass Restschuldversicherungen häufig gar nicht einspringen, selbst wenn man brav Prämien gezahlt hat. Beispielsweise kann es passieren, dass jemand zwar berufsunfähig wird, aber die Versicherung dies wegen einer Vorerkrankung oder einer Klausel nicht anerkennt – dann bleibt man auf dem Kredit sitzen.

Drittens: Verkaufsdruck und Kopplung an den Kredit. Viele Banken und Händler drängen Kunden beim Kreditabschluss regelrecht in die Restschuldversicherung, weil sie daran gut verdienen. Sätze wie „Ohne Versicherung tragen Sie alle Kosten und Risiken selbst…“ verunsichern Kreditnehmer und führen zu überstürzten Abschlüssen. Bis Ende 2024 wurden Restschuldversicherungen oft zeitgleich mit dem Kreditvertrag abgeschlossen – man entschied sich also im Eifer des Gefechts gleich mit. Seit 2025 gibt es zum Glück eine gesetzliche Änderung: Die Versicherung darf erst eine Woche nach Kreditabschluss unterzeichnet werden. Das gibt Kunden Bedenkzeit. Dennoch bleibt das Problem, dass die Police an den Kredit gebunden ist: Sie kann nicht auf einen neuen Kredit übertragen werden, wenn du umschulden willst. Kündigt man den Kredit vorzeitig, endet oft auch die Versicherung (oder man zahlt weiter für nichts). Diese Unflexibilität ist ein Nachteil gegenüber freien Versicherungen, die unabhängig vom Darlehen laufen.

Angesichts dieser Punkte ist es kein Wunder, dass die Verbraucherzentralen meist von Restschuldversicherungen abraten. Es gibt schlicht bessere Alternativen, etwa eine Kombination aus Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung, die umfassenden Schutz zu geringeren Kosten bieten. Hast du bereits leicht erschwingliche Einzelpolicen für Tod und Invalidität, ist eine zusätzliche Restschuldversicherung in der Regel überflüssig.

Wann ist eine Restschuldversicherung sinnvoll? Trotz aller Kritik gibt es Einzelfälle, in denen sie erwogen werden kann:

  • Wenn du keine anderen Versicherungen bekommst: Personen mit schweren Vorerkrankungen oder sehr riskanten Berufen werden manchmal weder bei Lebens- noch bei BU-Versicherungen akzeptiert. Eine Restschuldversicherung stellt dann evtl. einen Mindestschutz dar, da manche Anbieter auf Gesundheitsprüfungen verzichten oder Pauschalen versichern. Allerdings sind die Leistungen dann ebenfalls eingeschränkt – prüfe hier genau die Konditionen.
  • Wenn dir Arbeitslosigkeit große Sorgen bereitet: Eine klassische Risikolebensversicherung schützt nur im Todesfall, und eine BU nur bei Krankheit/Unfall. Bist du in einer Branche mit unsicheren Job-Perspektiven, könntest du gezielt das Arbeitslosigkeits-Modul einer Restschuldversicherung in Betracht ziehen. Alternativ gibt es auch separate Arbeitslosenversicherungen für Kredite – diese sind aber oft genauso teuer und begrenzt.
  • Wenn die Bank bessere Konditionen bietet: Manche Banken gewähren etwas niedrigere Zinsen, wenn man eine Restschuldversicherung abschließt, da ihr Risiko sinkt. Rechne hier genau nach: Der Zinsvorteil wird die hohen Prämien selten aufwiegen. Dennoch kann es in Ausnahmefällen attraktiv erscheinen. Wichtig: Lass dich nicht drängen. du musst keine Versicherung beim Kreditgeber abschließen. du hast immer die Wahl, eigenständig für Absicherung zu sorgen.

Im Großen und Ganzen solltest du eine Restschuldversicherung nur abschließen, wenn du keine individuell passendere Absicherung hast und die Vorteile für dich die Nachteile überwiegen. Die meisten Experten sind sich einig, dass eigenständige Versicherungen flexibler und oft leistungsstärker sind. Falls du unsicher bist, hol dir unabhängigen Rat, statt blind das Bank-Angebot zu unterschreiben. Möglicherweise kommst du mit separatem Risiko-LV und BU deutlich besser weg – bei höherer Auszahlungssicherheit. Denk dran: Sicherheit ja, aber nicht um jeden Preis.

 

Absicherung richtig kombinieren – maßgeschneidert statt Lücken oder Doppelungen

Jede Familie ist anders – und genauso individuell sollte die Absicherung der Baufinanzierung erfolgen. Es gibt nicht die eine Patentlösung, die für alle passt. Wichtig ist, dass du die verschiedenen Versicherungen bedarfsgerecht kombinierst, um weder über- noch unterversichert zu sein. Was heißt das konkret?

1. Definiere euren Bedarf: Überlege zunächst, welche Risiken in eurer Lebenssituation wirklich abgesichert werden müssen. Beispiel: Ein junges Paar ohne Kinder, bei dem beide ungefähr gleich viel verdienen, hat eine andere Ausgangslage als eine Familie mit drei kleinen Kindern und einem Alleinverdiener. Im ersten Fall würde der überlebende Partner den Kredit vielleicht auch alleine stemmen können – hier könnte eine kleinere Versicherungssumme genügen, primär um die größte Last zu nehmen. Im zweiten Fall hingegen bricht ohne den Hauptverdiener alles weg; hier muss die Todesfallsumme hoch genug sein, um Kredit und laufende Lebenshaltungskosten für einige Jahre zu decken. Überlege auch, ob beide Partner versichert werden sollten. Oft wird nur der Hauptverdiener abgesichert, was in vielen Fällen richtig ist. Doch wenn beide arbeiten und gemeinsame Verpflichtungen haben, kann es sinnvoll sein, dass jeder Partner zumindest einen Basisschutz hat. Individuelle Faktoren wie vorhandenes Vermögen, Ansprüche aus der gesetzlichen Renten- oder Unfallversicherung, und der Beruf (Beamte z.B. haben Versorgung bei Dienstunfähigkeit) spielen ebenfalls hinein.

2. Risiken nicht doppelt versichern: Mehr Schutz bedeutet nicht immer besserer Schutz – vor allem, wenn man für dasselbe Risiko mehrfach zahlt. Achte darauf, keine unnötigen Überschneidungen zu erzeugen. Ein Klassiker: Jemand schließt sowohl eine Risikolebensversicherung als auch eine Restschuldversicherung für den Todesfall ab. Im Ernstfall würde beides auszahlen, aber der doppelte Beitrag war umsonst. Ähnliches gilt, wenn du bereits eine sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherung besitzt: Die Arbeitsunfähigkeitskomponente einer Restschuldversicherung ist dann oft überflüssig. Auch zwei verschiedene Restschuldpolicen (etwa jeder Ehepartner eine für den gleichen Kredit) ergeben selten Sinn – meist reicht eine gemeinsame Police, wenn man dieses Modell wählt. Kurzum: Stelle deinen Versicherungsschutz modular zusammen, aber ohne Doppelungen. Lieber jede benötigte Gefahr einmal richtig abgedeckt, als manche zweimal und andere gar nicht.

3. Lücken vermeiden: Unterversicherung kann genauso fatal sein. Häufiger Fehler: Die Versicherungssumme wird zu niedrig angesetzt, um Prämien zu sparen. Etwa versichert jemand nur 100.000 €, obwohl 200.000 € Kredit offen sind – in der Hoffnung, der Rest wird sich schon ergeben. Doch wenn dann der Worst Case eintritt, klafft eine riesige Lücke. Experten empfehlen daher, die Todesfallsumme mindestens so hoch wie die Kreditschuld zu wählen. Besser etwas Puffer einbauen (für Nebenkosten, Inflation, Sondertilgungen etc.), als dass am Ende Geld fehlt. Auch die Laufzeit der Versicherungen sollte keinesfalls vor vollständiger Tilgung des Darlehens enden. Sonst stehst du im letzten Kreditjahr plötzlich ohne Schutz da, vielleicht in einem Alter, in dem du keinen neuen Vertrag mehr bekommst. Eine weitere potenzielle Lücke: Man verlässt sich nur auf die Risikolebensversicherung und übersieht die Berufsunfähigkeit – oder umgekehrt. Deshalb nochmals: Todesfall UND Erwerbsunfähigkeit sind die beiden großen Szenarien, die abgedeckt gehören. Arbeitslosigkeit ist das dritte, optional je nach individueller Sorge. Alles andere (z.B. Sachschäden am Haus) wird durch separate Sachversicherungen abgedeckt.

4. Regelmäßig überprüfen und anpassen: Das Leben ändert sich – und damit auch euer Absicherungsbedarf. Nach ein paar Jahren habt Ihr vielleicht einen Teil des Kredits getilgt, die Kinder sind größer, das Einkommen gestiegen usw. Schaut alle paar Jahre über euer Versicherungspaket: Ist die Deckungssumme noch angemessen oder könnte sie sogar reduziert werden? Läuft die Police noch lange genug oder muss verlängert werden? Viele Versicherer bieten Nachversicherungsgarantien an, mit denen man bei bestimmten Ereignissen (z.B. Geburt eines Kindes, Gehaltssprung) die Summe ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen kann. Nutzt solche Optionen, um flexibel zu bleiben. Auch bei einer Umschuldung oder wenn Ihr Sondertilgungen geleistet habt, lohnt sich ein Check: Eventuell kann man dann die Versicherungssumme anpassen und so Beiträge sparen. Wichtig ist, dass im Ernstfall zur richtigen Zeit die richtige Summe bereitsteht – nicht zu viel und nicht zu wenig.

Am Ende des Tages soll eure Versicherungskombination wie ein Sicherheitsnetz sein, das sich eng genug spannt, um euch aufzufangen, aber nicht so eng, dass Ihr euch darin verheddert oder unnötig Ballast mittragt. Hier den richtigen Mittelweg zu finden, ist nicht immer einfach. Es hilft, sich beraten zu lassen (z.B. von unabhängigen Finanzberatern oder Versicherungsexperten), die eure Gesamtsituation betrachten und Über- sowie Unterversicherung erkennen können. So stellt Ihr sicher, dass euer Schutz passgenau ist – für euch, eure Familie und euer Budget.

 

Kosten und Nutzen abwägen – Sicherheit vs. finanzielle Belastung

Natürlich haben all die genannten Versicherungen ihren Preis. Gerade in der Bauphase zählt jeder Euro – da überlegt man sich zweimal, ob man sich noch weitere laufende Kosten aufhalsen will. Kreditabsicherung bedeutet immer Mehrkosten, das lässt sich nicht leugnen. Doch diesen Mehrkosten steht ein enormer Nutzen gegenüber: finanzielle Sicherheit und der Erhalt Eures Zuhauses im Ernstfall. Hier gilt es, eine vernünftige Balance zu finden zwischen Sicherheit genießen und Belastung tragen.

Zunächst die gute Nachricht: Versicherungsschutz muss nicht unbezahlbar sein. Viele überschätzen die Kosten. Eine Risikolebensversicherung etwa gibt es – wie oben erwähnt – oft schon für wenige Euro im Monat, insbesondere wenn man sie in jungen Jahren abschließt. Gemessen daran, dass sie eine ganze Immobilie absichert, sind das sehr geringe Beiträge. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist ihren Preis wert, wenn man bedenkt, welche Summen an Einkommen sie im Leistungsfall ersetzt. Wichtig ist, frühzeitig abzuschließen, denn je jünger und gesünder man ist, desto günstiger die Prämien. Wer also bereits beim Hauskauf an später denkt, kann sich niedrige Beiträge sichern und langfristig sparen. Zudem lässt sich durch clevere Wahl der Versicherungssummen und -laufzeiten viel optimieren (z.B. keine längere Laufzeit als nötig, keine überhöhten Summen). Lass dir eventuell von einem Versicherungsprofi durchrechnen, welche Absicherung Ihr euch gut leisten könnt.

Auf der anderen Seite darf man die laufende Belastung nicht kleinreden. Jede Police – sei es Leben, BU, Restschuld oder anderes – wird über viele Jahre bezahlt und schmälert Monat für Monat das verfügbare Einkommen. Gerade in Kombination mit der Kreditrate, Nebenkosten, Familie und vielleicht noch anderen Versicherungen (Krankenversicherung, Auto, etc.) kann das Haushaltsbudget spürbar strapaziert werden. Es wäre kontraproduktiv, wenn Ihr vor lauter Versicherungsprämien finanziell am Limit lebt. Daher: Schutz so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Versichert wirklich die großen Risiken, die Ihr aus eigener Tasche nicht stemmen könnt – den vorzeitigen Tod des Ernährers, die dauerhafte Erwerbsunfähigkeit, eventuell noch den Jobverlust in den ersten Jahren. Kleinere Risiken oder solche, die unwahrscheinlich sind und notfalls anderweitig aufgefangen werden können, muss man nicht noch zusätzlich absichern. Beispielsweise könnte man überlegen, die Arbeitslosenkomponente wegzulassen, wenn beide Partner unkündbare Jobs haben oder finanzielle Reserven für ein paar Monate vorhanden sind.

Den Nutzen der Kreditabsicherung spürt man idealerweise nie – nämlich dann, wenn kein Versicherungsfall eintritt. Aber genau für dieses gute Gefühl zahlt man: die Gewissheit, dass man im schlimmsten Fall abgesichert wäre. Viele Bauherren schlafen deutlich ruhiger, wenn sie wissen, dass im Hintergrund ein Schutznetz gespannt ist. Dieser mentale Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Die Bauzeit und die ersten Jahre im Eigenheim können stressig genug sein – da hilft es, wenigstens bei den „Was wäre, wenn…“-Fragen eine Antwort zu haben.

Ein Tipp: Setzt euch einmal hin und spielt realistisch durch, was passieren würde, wenn X eintritt (X = Unfall, Krankheit, Todesfall, Arbeitslosigkeit…). Welche Lücken gäbe es, welche Kosten kämen auf euch zu, was könntet Ihr selbst stemmen, wo käme Unterstützung (z.B. gesetzliche Rente, Familie) – und was nicht? Gegen genau diese nicht tragbaren Risiken versichert Ihr euch. Alles andere könnt Ihr abhaken. So stellt Ihr sicher, dass Ihr weder am falschen Ende spart noch euch überversichert.

Am Ende ist es wie mit einem Sicherheitsgurt: Man hofft, ihn nie zu brauchen. Aber man legt ihn an, weil er Leben retten kann – und beim Haus eben das Lebenswerk. Die paar Unannehmlichkeiten (oder Euros) sind es wert, um im Fall der Fälle geschützt zu sein. Findet das für euch passende Schutzniveau, dann seid Ihr auf der sicheren Seite und könnt euer Eigenheim unbeschwert genießen.

 

Typische Fehler bei der Kreditabsicherung vermeiden

Damit deine Absicherung wirklich optimal greift, solltest du einige klassische Fehler vermeiden, die Bauherren immer wieder unterlaufen. Hier die wichtigsten Stolperfallen – und wie du sie umgehst:

Fehler 1: Falsche Versicherungssumme gewählt. Wie viel Versicherung brauche ich wirklich? Viele unterschätzen den Bedarf und setzen die Summe zu niedrig an – sei es aus Unwissenheit oder um Beiträge zu sparen. Doch eine zu geringe Deckungssumme hilft im Ernstfall kaum weiter. Die Versicherung sollte mindestens die komplette Restschuld des Baukredits abdecken. Sonst bleibt ein Schuldenberg übrig, den deine Familie vielleicht nicht stemmen kann. Experten raten sogar, die Summe höher anzusetzen, um Angehörige darüber hinaus abzusichern. Andersherum gibt es auch Übertreibungen: Eine Summe weit über Kredit und Versorgungsbedarf hinaus treibt nur unnötig die Kosten. Tipp: Berechne realistisch, wie viel Geld gebraucht wird, um Haus und Familie abzusichern – und versichere diesen Betrag vollständig. Nicht deutlich weniger, aber auch nicht extrem mehr.

Fehler 2: Laufzeiten zu kurz angesetzt. Ein häufiger Patzer ist, dass die Versicherungslaufzeit nicht zur Kreditlaufzeit passt. Manche wählen z.B. eine Risikolebensversicherung für 10 Jahre, weil sie günstiger ist – obwohl der Immobilienkredit 25 Jahre läuft. Das kann fatal enden. Läuft die Police aus, bevor der Kredit getilgt ist, steht man ohne Schutz da und muss mit diezunehmendem Alter eine neue Versicherung abschließen (falls das gesundheitlich überhaupt noch möglich ist). Die Beiträge wären dann deutlich höher. Tipp: Lege die Laufzeiten immer so fest, dass sie mindestens bis zur letzten Kreditrate reichen. Plane lieber ein, zwei Jahre extra Puffer ein. Und falls du vorzeitig entschuldet bist, kannst du eine überschüssige Risikolebensversicherung immer noch kündigen oder reduzieren. Aber umgekehrt geht es nicht so leicht.

Fehler 3: Über- oder Doppelversicherung. Mehrfach erwähnt, doch so wichtig: Zahle nicht doppelt für dieselbe Absicherung. Ein typisches Beispiel: Die Bank hat dir schon eine Restschuldversicherung untergejubelt, und später schließt du dennoch zusätzlich privat eine Risiko-LV auf die gleiche Summe ab – oft aus Unsicherheit. Im Leistungsfall wird aber nur eine Summe benötigt, um den Kredit abzulösen. Die zweite Versicherung wäre aus Sicht der Familie zwar ein Bonus, aber eigentlich überflüssig. Ebenso unsinnig: zwei BU-Versicherungen für dieselbe Person abzuschließen (man kann ohnehin meist nur bis zu einer bestimmten Rentenhöhe abschließen). Auch das gleichzeitige Versichern der exakt gleichen Risikoposition durch beide Ehepartner ist unnötig (z.B. zwei separate Restschuldpolicen auf je den ganzen Kreditbetrag – hier zahlt man doppelt). Tipp: Mache eine saubere Bestandsaufnahme aller bereits vorhandenen Versicherungen. Dann plane deine Kreditabsicherung so, dass jedes wichtige Risiko genau einmal abgedeckt ist – mit ausreichender, aber nicht überschießender Summe.

Fehler 4: Wichtige Risiken ausgelassen. Das Gegenstück zur Überversicherung: Man verzichtet aus Kostengründen auf elementare Absicherungen und hofft, es werde gutgehen. Typisches Beispiel: Jemand schließt nur eine Risikolebensversicherung ab, aber keine BU, obwohl eine lange Kreditlaufzeit vor ihm liegt. Verstirbt er nicht, sondern erleidet „nur“ eine schwere Krankheit und kann nie mehr arbeiten, dann lebt er zwar – aber kann den Kredit vielleicht nicht mehr zahlen. Hier fehlt dann genau die BU, die man weggelassen hat. Tipp: Kenne deine Risikolücke. Welche Ereignisse könnten dazu führen, dass du deinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kannst? Decke alle existenzbedrohenden Lücken ab (Tod, BU, evtl. Arbeitslosigkeit), bevor du unnötige Extras versicherst. Weniger gravierende Risiken kannst du eher verschmerzen, aber die großen Brocken müssen abgedeckt sein.

Fehler 5: Keine unabhängige Beratung genutzt. Versicherungen rund um Baufinanzierung sind komplex. Viele verlassen sich ausschließlich auf den Kreditvermittler oder Bankberater, der oft ein bestimmtes Produkt verkaufen will. Oder man klickt im Internet schnell etwas zusammen, ohne den Gesamtblick. Das Ergebnis können ungeeignete Policen, Lücken oder doppelte Kosten sein. Tipp: Nimm dir die Zeit für ein Beratungsgespräch – idealerweise mit jemandem, der unabhängig und erfahren ist (z.B. Versicherungsmakler oder Finanzberater). Gute Berater analysieren eure individuelle Situation und machen Vorschläge, welche Summen und Produkte Sinn ergeben und welche nicht. Sie helfen, die oben genannten Fehler zu vermeiden. Viele Anbieter – so auch wir bei HIS Hausbau – bieten eine ganzheitliche Finanzierungsberatung an, wo Absicherung gleich mitgedacht wird. Die Kosten für Beratung sind oft gering oder gar nicht extra (Provisionen sind meist in Produkten enthalten) – aber der Wert der richtigen Absicherung ist hoch. Also: Lieber einmal mehr nachfragen, als später teuer zu bereuen.

Wenn du diese Punkte beherzigst, bist du auf einem guten Weg, deine Baufinanzierung optimal und bewusst abzusichern. Fehler bei Summe, Laufzeit oder Produktauswahl lassen sich vermeiden – und dann hast du die Gewissheit, alles richtig geregelt zu haben.

 

Wie HIS Hausbau GmbH dich unterstützt – sicherer Hausbau mit Rundum-Service

Ein Haus zu bauen ist ein großes Projekt – technisch, finanziell und organisatorisch. Die HIS Hausbau GmbH steht Bauherren hierbei als verantwortungsvoller Partner zur Seite, der nicht nur Häuser baut, sondern dich auch ganzheitlich betreut. Dazu zählt selbstverständlich auch das Thema Kreditabsicherung. Schon in der Planungsphase helfen wir dir, die richtigen Weichen für eine sichere Finanzierung zu stellen. Wir wissen: Nur wenn deine Finanzierung und Absicherung solide aufgestellt sind, kannst du beruhigt und erfolgreich bauen. Deswegen setzt HIS Hausbau auf ganzheitliche Beratung – vom ersten Entwurf bis zur Versicherungsfrage.

HIS Hausbau ist ein lizenzierter Partner von Town & Country Haus, einem der bekanntesten Massivhaus-Anbieter Deutschlands. Das bedeutet für dich: Qualität, Sicherheit und regionale Verankerung. Wir bauen in Massivbauweise Stein auf Stein, was für solide, wertbeständige Häuser sorgt. Dabei wird jedes Haus individuell geplant, passend zu deinen Wünschen und Anforderungen – kein Einheitsgrundriss von der Stange. Trotz individueller Planung profitierst du von bewährten Standards: Wir verwenden ausschließlich Markenprodukte und moderne Haustechnik von renommierten Herstellern. Ob energiesparende Heiztechnik, hochwertige Baustoffe wie Ytong-Porenbeton oder Vaillant-Anlagen – dein Haus wird mit zuverlässigen Materialien ausgestattet, die langfristig Haltbarkeit und Komfort bieten. Zudem arbeiten wir mit regionalen Baupartnern zusammen. Das heißt, vom Rohbau über Elektrik bis zum Innenausbau kommen erfahrene Handwerker aus deiner Nähe zum Einsatz. Das fördert nicht nur die Wirtschaft vor Ort, sondern stellt auch sicher, dass bei Bedarf schnell jemand zur Stelle ist. Kurze Wege, persönlicher Kontakt und Kenntnis der lokalen Gegebenheiten – all das erhöht die Bauqualität und vermindert Risiken.

Besonders stolz sind wir auf die umfassenden Sicherheitsleistungen, die wir jedem Bauherren bieten. Unsere Devise lautet: Das sichere Haus. Konkret profitierst du bei HIS Hausbau von einer Festpreisgarantie und einer Bauzeitgarantie. Das bedeutet, der im Vertrag vereinbarte Preis ist garantiert – es gibt keine versteckten Kostensteigerungen. Unvorhergesehene Mehrkosten beim Bau trägt notfalls der Bauträger, nicht du. Ebenso wird die Bauzeit verbindlich festgelegt: du kannst dich darauf verlassen, dass dein Haus pünktlich fertig wird, oder es greifen vertraglich vereinbarte Ausgleichszahlungen. Diese Garantien nehmen schon mal zwei große Unsicherheitsfaktoren beim Hausbau vom Tisch (nämlich Geld- und Zeitrisiken). Zudem erhalten alle unsere Kunden den Hausbau-Schutzbrief, der bei Town & Country Haus im Kaufpreis jedes Hauses enthalten ist. Dieser Schutzbrief ist ein einzigartiges Sicherheitskonzept, das dich vor, während und nach der Bauphase schützt.

Was beinhaltet der Hausbau-Schutzbrief? Zum einen eine Planungs- und Finanzierungs-Sicherheit vor dem Bau. Zum Beispiel hilft dir HIS bei Bedarf bei der Grundstückssuche und klärt die Finanzierung. Solltest du keine Finanzierung erhalten, greift eine Geld-zurück-Garantie auf bereits geleistete Zahlungen (so stehst du nie im Regen). Während der Bauphase sorgen wir für höchste Qualitätsstandards: Unabhängige Gutachter – unter anderem TÜV-geprüfte Bauqualität – begleiten den Bau und kontrollieren wichtige Abschnitte. Mängel werden so frühzeitig erkannt und behoben. Außerdem sind Bauherrenhaftpflicht- und Bauleistungsversicherungen Bestandteil des Schutzes, damit du gegen Unfälle auf der Baustelle oder Wetterschäden während des Baus abgesichert bist. Eine Baufertigstellungs-Bürgschaft stellt sicher, dass dein Haus auf jeden Fall fertiggestellt wird – selbst wenn dem Bauunternehmen etwas Unvorhergesehenes passieren sollte. Und nach dem Einzug? Hier greift der Schutzbrief mit einem 20-Jahre-NotfallHilfeplan (über die Town & Country Stiftung): Sollte ein existenzieller Notfall eintreten, z.B. der Hauptverdiener verstirbt in den ersten Jahren nach Bau, lässt dich das Unternehmen nicht allein. Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht, das Eigenheim zu halten – sei es durch Vermittlung von Hilfen oder andere Maßnahmen. So bist du auch nach der Bauzeit langfristig geschützt.

All diese Sicherheiten haben nur ein Ziel: dir ein rundum gutes Gefühl beim Hausbau zu geben. du sollst nachts ruhig schlafen können, während wir dein Traumhaus errichten. Risiken wie Kostenexplosionen, Bauverzögerungen oder Pfusch am Bau bannen wir durch unsere Verträge und Qualitätskontrollen. Und selbst vor Schicksalsschlägen nach dem Bau gibt es einen Plan B. Dieses Gesamtpaket macht HIS Hausbau zu einem besonders sicheren Partner für dein Bauvorhaben. Wir kombinieren die Erfahrung aus über 45.000 gebauten Town & Country Häusern mit lokaler Präsenz und persönlicher Betreuung.

Nicht zuletzt ist uns die regionale Nähe wichtig: Wir von HIS Hausbau GmbH betreuen Bauherren in Berlin, Potsdam und Umgebung, Leipzig (Stadt und Land) sowie in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau, Potsdam-Mittelmark, Nordsachsen und Wittenberg. In all diesen Regionen sind wir verwurzelt und kennen die Gegebenheiten vor Ort – sei es Bodenbeschaffenheit, Behördenwege oder Fördermöglichkeiten. Als Bauherr hast du einen festen Ansprechpartner ganz in deiner Nähe. Das schafft Vertrauen und vereinfacht die Kommunikation enorm.

Kurz gesagt: Bei HIS Hausbau bekommst du mehr als nur ein Haus. du bekommst ein Rundum-sorglos-Paket aus individueller Planung, solider Bauweise und umfangreichen Garantien und Versicherungen. So wird dein Traum vom eigenen Heim nicht nur wahr, sondern auch sicher.

 

Sicherheit geht vor – lass dich individuell beraten

Die Kreditabsicherung der Baufinanzierung mag im ersten Moment nach einem trockenen Pflichtthema klingen, doch sie ist von entscheidender Bedeutung. Viele Bauherren unterschätzen, wie schnell ein ungesichertes Darlehen zur Last werden kann, wenn das Leben anders spielt als geplant. Mit den richtigen Versicherungen – allen voran einer Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung – kannst du dein Eigenheim und deine Familie zuverlässig schützen, ohne dich finanziell zu übernehmen. Wichtig ist, maßgeschneidert vorzugehen: Analysiere deine persönliche Situation und wähle die Absicherungsformen, die wirklich nötig sind. Eine Familie mit Kindern wird andere Prioritäten setzen als ein DINK-Paar („Double Income, No Kids“). Überlege, welche Risiken du selbst tragen könntest und welche nicht – für letztere schließt du den Schutz ab. Scheue dich nicht vor den zusätzlichen Kosten: Sie sind eine Investition in eure Sicherheit und Zukunft. Denn was nützt das schönste Haus, wenn ein Schicksalsschlag es euch wieder entreißen könnte?

Vermeide klassische Fehler wie zu geringe Summen oder zu kurze Laufzeiten – die Konsequenzen könnten bitter sein. Stattdessen: Lieber einmal gründlich planen und rechnen (gerne mit fachkundiger Hilfe), dann aber mit einem guten Gefühl ins Eigenheim einziehen. Denke auch daran, dass Absicherung kein statisches Thema ist: Passt euren Versicherungsschutz im Laufe der Jahre an veränderte Lebensumstände an. So habt Ihr immer genau das Sicherheitsnetz, das Ihr braucht, nicht mehr und nicht weniger.

Die HIS Hausbau GmbH unterstützt euch bei all diesen Überlegungen und Entscheidungen. Wir legen großen Wert darauf, Bauherren ganzheitlich zu begleiten – von der ersten Finanzierungsidee bis zur Schlüsselübergabe und darüber hinaus. Als verantwortungsbewusster Baupartner wissen wir: Nur wenn Finanzierung und Absicherung stimmen, wird der Traum vom Haus wirklich zum Segen für die Familie. Deshalb stehen wir euch mit unserer Erfahrung, unseren Netzwerken und unseren einzigartigen Schutzbrief-Leistungen zur Seite.

Fazit: Kümmere dich rechtzeitig um die Absicherung deiner Baufinanzierung – deine Familie und dein Eigenheim werden es dir danken. Mit der passenden Versicherungskombination bleibt euer Zuhause auch im Ernstfall in der Familie. Und mit einem Baupartner wie HIS Hausbau an eurer Seite könnt Ihr sicher sein, dass euer Hausbau in guten und sicheren Händen ist.

 

Jetzt individuelle Beratung nutzen – wir sind in eurer Nähe!

du stehst vor dem Abenteuer Hausbau oder hast deine Baufinanzierung bereits abgeschlossen? Sichere dein Eigenheim jetzt optimal ab! Die Möglichkeiten sind vielfältig – welche Versicherungen für dich die richtigen sind, finden wir am besten in einem persönlichen Gespräch heraus. HIS Hausbau GmbH lädt dich herzlich zu einer unverbindlichen Beratung ein. Gemeinsam analysieren wir eure Situation und schnüren ein Sicherheitspaket, das zu euch passt. Ob Risikolebensversicherung, Berufsunfähigkeitsschutz oder unser Hausbau-Schutzbrief – wir erklären dir alles in Ruhe und transparent.

Profitiere von unserer regionalen Präsenz: Wir sind in Berlin, Leipzig, Potsdam sowie in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau, Potsdam-Mittelmark, Nordsachsen und Wittenberg für dich da. Das heißt, du hast immer einen Ansprechpartner ganz in deiner Nähe. Wir kennen die lokalen Gegebenheiten und sind schnell vor Ort, wenn du uns brauchst. Vereinbare noch heute einen Beratungstermin – telefonisch, per E-Mail oder direkt in einem unserer Büros. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass dein Traumhaus nicht nur schön und modern, sondern auch rundum abgesichert ist.

Schütz dein Zuhause und deine Liebsten, indem du jetzt aktiv wirst. Wir von HIS Hausbau stehen dir mit Rat und Tat zur Seite – zuverlässig, kompetent und persönlich. Kontaktiere uns und mach den nächsten Schritt zu einem sicheren Eigenheim in deiner Region. Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen und dir zu zeigen, wie Hausbau sicher und sorgenfrei gelingt!